Uhuru e.V. — Gemeinsam für Kinder in Kenia
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Straßenkinderprogramm

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Soziale Arbeit mit Straßenkindern

Grundlage unserer Aktivitäten mit den Straßenkindern im Zentrum Kisumus stellen langjährige Praxiserfahrungen, sowie eine wissenschaftlich Studie dar, die wir in Kooperation mit der Berufsakademie (Sozialwesen) Stuttgart im Zeitraum 7/05-3/06 durchgeführt haben.

Unsere Konzeption beeinhaltet drei wesentliche Zielsetzungen, nämlich die Gefahren und Risiken des Straßenlebens zu minimieren, Straßenkarrieren zu verhindern (Gemeinwesenarbeit) und Alternativen zum Leben auf der Straße anzubieten.

Das Straßenkinderprogramm beinhaltet die folgenden Aktivitäten:

  • Streetwork ist ein regelmäßiges und offenes Kontaktangebot auf der Straße, bei dem unsere Mitarbeiter 2-3 mal wöchentlich an die Treffpunkte der Straßenkinder kommen und den Kindern Gespräche, Beratung, erste Hilfe anbieten.
  • Gruppenarbeit ist eine wichtige Methode für die Arbeit mit Straßenkindern, wobei die gegebenen sozialen Strukturen auf der Straße genutzt werden, um Verhaltensänderungen zu bewirken wie z.B. keine Drogen, keine Gewalt…
  • Sport- und Freizeitangebote: jeden Freitag findet im Stadtpark ein großes Fußballturnier statt, an dem bis zu 300 Straßenkinder teilnehmen. Weitere Angebote hängen v.a. von den Praktikanten/ Freiwilligen aus Deutschland ab.
  • Einzelfallhilfe: pauschale Lösungen gibt es in der Arbeit mit Straßenkindern nicht, denn jedes Kind hat seine eigene Geschichte und eigene Wünsche und Möglichkeiten. In der Einzelhilfe geht es darum, individuelle „Hilfepläne“ mit den einzelnen Kindern/Jugendlichen zu erarbeiten und alle Optionen zu nutzen, um ihnen zu helfen.
  • Reintegration der Straßenkinder in ihre/ eine Familie ist ein wichtiges, aber oft schwer erreichbares Ziel. Die wichtigste Voraussetzung ist dabei die Motivation der Einzelnen, das Straßenleben aufzugeben und z.T. ist es nach einer langjährigen Straßenkarriere notwendig zunächst eine geeignete Reha-Einrichtung zu finden. Wichtig ist hierbei die enge Zusammenarbeit mit dem Kind, der Familie, Behörden und anderen Einrichtungen.
  • Begleitung eines Straßenkinderforums (Parlament)
  • Kooperationen (Polizei, Regierung, Einrichtungen, Krankenhäuser)

Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit 300 Straßenkindern im Alter zwischen 5 und 27 Jahren, die ungefähr zur Hälfte auch Nachts auf der Straße schlafen. Die größte Herausforderung ist die Arbeit mit den älteren Straßenkindern bzw. jungen Erwachsenen, für die es bislang keine geeigneten Angebote in Kisumu gibt.

Die unbedingte Voraussetzung für alle Angebote auf der Straße, sowie weiterführende Hilfen, stellt die vertrauensvolle Beziehung zwischen Sozialarbeiter und den Straßenkindern dar.

 
projekt/strassenkinder.txt · Zuletzt geändert: 06.08.2010 13:49 von Mirko Windhoff
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